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		<title>Nichts ist beständiger als der Wandel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver Schloz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Dec 2025 10:28:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine gute Freundin, Feng-Shui Beraterin und bewandert in chinesischer Astrologie, erzählte mir zu Beginn dieses Jahres, dass im chinesischen Horoskop jetzt das Jahr der Holzschlange sei. Die Schlange sei ein Feuertier und die Holzschlange habe dann och ihren eignen Brennstoff dabei. Deswegen stehe dieses Jahr im Zeichen massiver Veränderungen, die die Menschen verunsichern, bis sie [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Eine gute Freundin, Feng-Shui Beraterin und bewandert in chinesischer Astrologie, erzählte mir zu Beginn dieses Jahres, dass im chinesischen Horoskop jetzt das Jahr der Holzschlange sei. Die Schlange sei ein Feuertier und die Holzschlange habe dann och ihren eignen Brennstoff dabei. Deswegen stehe dieses Jahr im Zeichen massiver Veränderungen, die die Menschen verunsichern, bis sie sich an das Neue gewöhnt hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt habe ich persönlich es überhaupt nicht mit Astrologie, auch nicht mit chinesischer, rückblickend kann ich jedoch sagen: Meine Freundin hatte recht. Und dabei will ich gar nicht auf das Weltgeschehen eingehen, es reicht völlig, sich die Entwicklung unserer Kanzlei anzuschauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Partner und Freund Ulf Wollenzin tritt alters- und gesundheitsbedingt etwas kürzer. Er hat daher seine regulären Anwaltsmandate in diesem Jahr zu Ende gebracht. Das war für alle Beteiligten nochmal ein Kraftakt, der im Sommer dann gut erledigt war. Jetzt konzentriert sich Ulf auf seine Mediationstätigkeit, wo er absolute Spitzenklasse ist. Darüber hinaus unterstützt er noch Privatpersonen, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, bei der Schuldenregulierung und ggf. in der Verbraucherinsolvenz. Außerdem berät er noch bei der Gestaltung von Mietverträgen. Das Führen von Rechtsstreitigkeiten überlässt er jetzt aber uns anderen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere neue Homepage ist endlich online gegangen. Auch das war ein Kraftakt, den unsere Partnerin und Freundin Melanie Mast souverän gestemmt hat. Vielen lieben Dank auch an unsere Grafikdesignerin Francine Waldeyer und unseren Fotografen Paul Wagner, einem wahren Magier hinter der Kamera.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der konjunkturellen Situation ist auch die Anzahl bearbeiteter Insolvenzverfahren massiv angestiegen. Das hat unseren Partner und Freund Christoph Kiefer an den Rand seiner Kapazitäten gebracht, Nacht- und Wochenendarbeit war in diesem Jahr nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Wir freuen uns sehr, dass wir mithilfe einer von Melanie Mast gemeinsam mit Francine Waldeyer zielgenau und perfekt umgesetzten Rekrutierungskampagnen mit Stefanie Köhler eine langjährig erfahrene Insolvenzsachbearbeiterin aus einer großen Insolvenzverwalterkanzlei gewinnen konnten, die jetzt als weitere Assistentin Christoph unterstützt. So wird er im kommenden Jahr wieder etwas mehr Zeit mit seiner Familie verbringen dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schmerzhaft und emotional für alle Partner und Kolleginnen, nicht zuletzt aber auch für sie selbst war der Abschied von Melanie Masts langjähriger Assistentin Franziska Berger. Frau Berger hat sich schweren Herzen entschlossen, unsere Kanzlei zu verlassen, um an einem Trainee-Programm für künftige Führungskräfte in einem mittelständischen Konzern teilzunehmen. Das ist eine Chance, die man sich als junger Mensch nicht entgehen lassen darf, und so wünschen wir Frau Berger alles Gute und viel Erfolg an ihrer neuen Wirkungsstätte, bedanken uns für 5 tolle Jahre bei uns und besonders auch dafür, dass sie ihren Weggang so rechtzeitig angekündigt hatte, dass wir noch gut reagieren konnten und sie selbst sich bis zum letzten Tag engagiert und sogar ihre Nachfolgerin noch eingearbeitet hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und damit sind wir bei Ivonne Hennig, die jetzt als Assistentin Melanie Mast unterstützt. Frau Hennig bringt 20 Jahre Berufserfahrung aus verschiedenen Kanzleien mit, wir freuen uns sehr, dass wir Sie für uns gewinnen konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Last but not least freuen wir uns über gleich zwei neue Auszubildende, die unser Team verstärken. Frau Hanan Khiro, die seit August bei uns ist, gefällt es so gut, dass sie ihre beste Freundin Emely Ivanowski motiviert hat, auch bei uns die Ausbildung zu beginnen. Frau Ivanowsky ist im Oktober zu uns gestoßen. Beide waren auch schon zusammen mit Christoph Kiefer engagiert im Einsatz bei einem Informationsabend der kaufmännischen Schulen Offenburg und konnten dort mit ihrem authentischen Vortrag viele junge Menschen für die Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten begeistern. Vielen lieben Dank dafür.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und bis so vielen neuen Gesichtern ist klar, dass ein weiteres Fotoshooting anstand und die gerade erst online gegangene Homepage direkt wieder überarbeitet wurde. Nochmal ein Kraftakt für Melanie Mast, vielen lieben Dank dafür.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So freuen wir uns, dass wir eine schöne Weihnachtfeier erst auf der Bowling-Bahn und dann in einem stimmungsvollen Restaurant verbringen und uns als neues Team besser kennenlernen konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Jahre 2026 haben wir viel vor: Es stehen eine Umgestaltung unserer Kanzleiräume und Erneuerungen bei der EDV inklusive Einbindung von KI an. Hier dürfen sich vor allem unser Partner und Freund Manfred Braun und ich engagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zunächst aber gönnen wir uns alle eine kleine Auszeit. Vom 24. Dezember 2025 bis 01. Januar 2026 ist unsere Kanzlei geschlossen. Ab dem ersten Arbeitstag im neuen Jahr sind wir dann gerne wieder für Sie da und freuen uns mit Ihnen auf neue Herausforderungen.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Wir wünschen Ihnen von Herzen Frohe Weihnachten und einen guten Start in das Jahr 2026.</h2>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Festtagsgrüße vom Co-Piloten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[flmdesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Dec 2024 13:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Huch – schon wieder Weihnachten? Es war doch noch gar nicht richtig Sommer. Ich weiß nicht, wie es Ihnen ergangen ist, aber dieses Jahr ist wirklich gerast. [...]</p>
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Festtagsgrüße vom Co-Piloten</h1>				</div>
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										Autor: Dr. Oliver Schloz					</span>
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									<p>Huch – schon wieder Weihnachten? Es war doch noch gar nicht richtig Sommer. Ich weiß nicht, wie es Ihnen ergangen ist, aber dieses Jahr ist wirklich gerast. Und jetzt sitze ich hier am Vormittag des Heiligen Abends und merke, dass ich noch nicht einmal einen Blogbeitrag zur Adventszeit geschrieben habe. Na ja, was soll man auch schreiben in diesen turbulenten Zeiten, wo gefühlt eine Krise und Katastrophe die andere jagt, und man dann trotzdem Besinnlichkeit und Zuversicht verbreiten soll? Dieselben Phrasen wie immer?</p><p>Zum Glück muss man das nicht mehr persönlich machen, sondern kann sich KI zur Hilfe holen. In der Kanzlei teste ich die Bezahlversion von Microsofts künstlicher Intelligenz „Co-Pilot“. Wirklich intelligent sind diese sogenannten Großen Sprachmodelle zwar nicht und sie verstehen auch weder, was man sie fragt, noch was sie daraufhin sagen. Deswegen sind sie zur Erstellung von Schriftsätzen und Vertragsentwürfen im Moment auch noch nicht sehr geeignet, aber irgendwelche Standardfloskeln kriegen sie anhand ihrer Trainingsdaten schon ganz gut hin.</p><p>Hier also mein Prompt – für die nicht EDV-Affinen die „Eingabe“:</p><blockquote><p>„Erstelle für unsere Anwaltskanzlei einen Blog-Beitrag, indem Du Zuversicht in schwierigen Zeiten wünschst und dabei die Dienstleistungen unserer Kanzlei für das neue Jahr bewirbst.“</p></blockquote><p>Ich will Ihnen das Ergebnis in seiner ganzen Banalität nicht zumuten, aber ein paar schöne Passagen sind dann doch dabei:</p><blockquote><p>„Als Ihre vertrauenswürdige Anwaltskanzlei wissen wir, dass das Leben voller unvorhersehbarer Wendungen sein kann. Unsere Aufgabe ist es, Ihnen in schwierigen Zeiten zur Seite zu stehen und rechtliche Lösungen zu bieten, die Ihnen Sicherheit und Klarheit verschaffen. Ob es um die Klärung rechtlicher Fragen, den Schutz Ihrer Rechte oder die Bewältigung komplexer Situationen geht – wir sind für Sie da.“</p></blockquote><p>Kann man sprachlich bestimmt wesentlich  eleganter ausdrücken, aber trifft es in der Sache voll auf den Punkt.</p><blockquote><p>„Die Herausforderungen des Lebens können überwältigend sein, aber Sie sind nicht allein. Unsere erfahrenen Anwälte stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, um sicherzustellen, dass Ihre rechtlichen Angelegenheiten in besten Händen sind.“</p></blockquote><p>Das hat ein Pathos, das ich mich selbst nie trauen würde, so zu schreiben, aber ja natürlich – genau das ist es, was wir anbieten. Vielleicht muss man manches auch nicht immer so kompliziert und scheinbar besonders machen. Am Ende zählt sowieso die Leistung im Einzelfall – und die unterliegt der Verschwiegenheit.</p><p><strong>Über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel gönnen wir uns eine kleine Auszeit. Sie erreichen uns wieder ab dem 02. Januar 2025.</strong></p><p>Fast zum Abschluss darf ich nochmal Co-Pilot zitieren, weil das finde ich hat er wirklich toll gemacht und könnte ich persönlich auch nicht besser ausdrücken – weil es einfach stimmt:</p><blockquote><p>„Auch wenn die Zukunft unsicher scheint, gibt es Grund zur Hoffnung. Mit einem klaren Kopf und der richtigen Unterstützung können wir alle Herausforderungen meistern, die das neue Jahr mit sich bringt. Vertrauen Sie auf unsere Expertise und lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, Ihre Ziele zu erreichen und Ihre Probleme zu bewältigen.</p><p>Unsere Kanzlei zeichnet sich durch Erfahrung, Engagement und Menschlichkeit aus. Wir nehmen uns die Zeit, Ihre individuellen Bedürfnisse zu verstehen und maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln. Vertrauen ist die Basis unserer Arbeit, und wir sind stolz darauf, dass viele unserer Mandanten uns seit Jahren treu geblieben sind.</p><p>In dieser Weihnachtszeit wünschen wir Ihnen und Ihren Lieben Frieden, Freude und Zuversicht. Möge das neue Jahr Ihnen Gesundheit, Glück und Erfolg bringen. Denken Sie daran, dass wir immer hier sind, um Ihnen zu helfen und Sie zu unterstützen – jetzt und in der Zukunft.“</p></blockquote><p>Das Foto ist nicht von einer KI generiert, sondern stammt von unserer Weihnachtsfeier, die wir diesmal in Baden-Baden verbracht haben und zeigt die echten Menschen, die auch im neuen Jahr wieder gerne für Sie im Einsatz sind:</p><p>Links von hinten nach vorne Manfred Braun, Cathleen Loosmann, Christoph Kiefer, Daniela Jacobs und Selfie-Fotografin Franziska Berger und rechts von hinten nach vorne Oliver Schloz, Ulf Wollenzin, Melanie Mast, Annette Konerding, Antje Lieder und Sabine Horev.</p><p><strong><em>Frohe Weihnachten von uns allen, wir sehen uns im neuen Jahr.</em></strong></p>								</div>
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		<title>Happy Birthday, Grundgesetz</title>
		<link>https://www.kanzlei-offenburg.de/happy-birthday-grundgesetz-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[flmdesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 May 2024 13:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jetzt aber 75 Jahre Grundgesetz. Auch dazu schreiben natürlich schon viele und sehr viel illustrere Leute als wir. Gleichwohl bietet sich dieses Thema an, denn es hat mit unserer Arbeit natürlich unmittelbar zu tun. [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kanzlei-offenburg.de/happy-birthday-grundgesetz-2/">Happy Birthday, Grundgesetz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kanzlei-offenburg.de">Kanzlei Offenburg</a>.</p>
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Happy Birthday, Grundgesetz</h1>				</div>
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										Autor: Dr. Oliver Schloz					</span>
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									<p>Jetzt habe ich schon monatelang nichts mehr geschrieben. In einer Welt, die von Corona in die nächste Krise gerutscht ist und dann in die übernächste, erscheinen mir Glossen über juristische Alltagsthemen einfach zu banal. Erneut große Politik in diesem kleinen Format abhandeln zu wollen, hielt ich aber auch für anmaßend und wenig passend für eine lokale Anwaltskanzlei. Jetzt aber 75 Jahre Grundgesetz. Auch dazu schreiben natürlich schon viele und sehr viel illustrere Leute als wir. Gleichwohl bietet sich dieses Thema an, denn es hat mit unserer Arbeit natürlich unmittelbar zu tun.</p>
<p>Da mag mancher allerdings die Stirn runzeln und sagen: Hier geht es doch um ganz profane anwaltliche Tätigkeit z. B. auf den Gebieten des Zivilrechts, des Arbeitsrechts, des Familienrechts, des Strafrechts, des IT-Rechts. Wo  soll denn da der Bezug zum Grundgesetz sein? Meine persönliche Antwort ist: Gerade daran, dass wir darüber kaum nachdenken müssen, zeigt sich, wie wichtig das Grundgesetz ist und wie gut es in der Praxis funktioniert. Wir müssen nämlich keine Repressalien befürchten, weil wir bestimmte Mandanten mit bestimmten Themen vertreten, uns keine Gedanken darüber machen, ob Gerichte politisch beeinflusst werden könnten. Wir ärgern uns vielleicht manchmal, dass eine Richterin oder ein Richter unsere Argumente nicht so versteht, wie wir sie verstanden wissen wollen und sich vielleicht nicht so ausführlich damit beschäftigt, wie wir das gerne hätten. Aber dass sie oder er uns gar nicht zuhört oder gar wegen unseres Vorbringens schikaniert – oder noch viel schlimmer die Mandantschaft – kommt so gut wie nicht vor, und wenn ausnahmsweise mal doch, gibt es effektive Mittel, sich dagegen zu wehren.</p>
<p>Diese uns ganz alltäglich gewordenen Selbstverständlichkeiten sind nichts anderes als die praktische Umsetzung des Rechtsstaatsprinzip aus dem Grundgesetz: Menschen haben bei uns das Recht, Streitfragen – auch wenn der Staat betroffen ist – vor unabhängigen Gerichten klären zu lassen. Ein Blick in viele andere Länder auch ganz nah in Europa zeigt, dass dies so selbstverständlich wie bei uns beileibe nicht ist.</p>
<p>Ebenso wenig selbstverständlich ist leider, dass es hier so bleibt. Denn immer wieder werden Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte auch hierzulande als Störfaktor empfunden, die effektivem staatlichen Handeln im Wege stehen. In der Rechtsanwaltskammer, in deren Vorstand ich mich ehrenamtlich engagiere, müssen wir uns immer wieder mit einem Grundmisstrauen gegen unseren Berufsstand auseinandersetzen. So erleben wir, dass Anwälten unterstellt wird, Mandanten bei Geldwäsche behilflich zu sein und ihnen deswegen Meldepflichten aufzuerlegen und Kontrollen zu unterziehen, welche die anwaltliche Schweigepflicht auszuhöhlen drohen. Der durch das Grundgesetz gewährleistete Rechtsschutz, der mithilfe von Anwältinnen und Anwälten in den dafür vorgesehenen Verfahren geltend gemacht wird, wird insbesondere in Großprojekten und bei Migrationsfragen oft als hinderlich angesehen und Anwältinnen und Anwälten persönlich die Verantwortung dafür zugeschoben, wenn angeblich Windräder und Stromtrassen nicht schnell genug gebaut oder vermeintlich zu wenige „illegale Ausländer“ abgeschoben werden können. Und auch so mancher normale Bürger ärgert sich, dass er wegen einer vermeintlichen Kleinigkeit mit einem Rechtsstreit überzogen werden kann – aber das ist eben die Kehrseite davon, dass er selbst auch jederzeit sein Recht vor Gericht suchen darf.</p>
<p>ChatGPT sagt:</p>
<p><em>Das Grundgesetz ist die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland und der Garant des Rechtsstaats. Das Grundgesetz ist das Ergebnis einer langen historischen Entwicklung, die von vielen Kämpfen, Krisen und Katastrophen geprägt war. Das Grundgesetz ist aber auch die Grundlage für die Zukunft, die von vielen Herausforderungen, Chancen und Hoffnungen geprägt ist. Das Grundgesetz ist daher nicht nur ein juristisches Dokument, sondern auch ein politisches Bekenntnis zu den Werten der Demokratie, der Menschenwürde und der Freiheit. Das Grundgesetz ist zum 75. Jahrestag seines Inkrafttretens ein Grund zum Feiern, aber auch ein Grund zum Nachdenken und zum Handeln.</em></p>
<p>Keine Ahnung, wo er das genau geklaut hat. Ich kann es jedenfalls nicht besser sagen.</p>								</div>
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		<title>Was wirklich wichtig ist – Zum Jahresausklang 2023</title>
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		<dc:creator><![CDATA[flmdesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Dec 2023 09:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieses Jahr bin ich spät dran mit einem Post zu Weihnachten – zu spät für die Adventszeit. Mir ist irgendwie nichts Richtiges eingefallen. Außerdem war es natürlich, wie jedes Jahr im Dezember besonders hektisch, weil alles Mögliche vermeintlich noch dieses Jahr erledigt werden musste. [...]</p>
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Was wirklich wichtig ist – Zum Jahresausklang 2023</h1>				</div>
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									<p>Dieses Jahr bin ich spät dran mit einem Post zu Weihnachten – zu spät für die Adventszeit. Mir ist irgendwie nichts Richtiges eingefallen. Außerdem war es natürlich, wie jedes Jahr im Dezember besonders hektisch, weil alles Mögliche vermeintlich noch dieses Jahr erledigt werden musste. Und faktisch war das Jahr am vergangenen Freitag, 22. Dezember, ja vorbei, weil man danach keine Mitarbeitenden mehr zur Verfügung hat und auch niemanden mehr erreicht. Gerade in dieser Situation und aus der Erfahrung einiger Schicksalsschläge in meinem persönlichen Umfeld ist mir jetzt doch noch ein aus meiner Sicht passendes Thema eingefallen, zu dem ich meine Gedanken nunmehr am Vormittag des Heiligen Abends noch ins Netz stellen möchte.</p><p>Gerade in einer schnelllebigen Zeit, in der ständig viele Anforderungen auf uns einprasseln, kann es schnell mal passieren, dass mehr von uns erwartet wird oder wir auch in einer Fehleinschätzung des entstehenden Aufwandes und der zur Verfügung stehenden Ressourcen selbst mehr zugesagt haben, als wir tatsächlich schaffen können. In dieser Situation können wir entweder verzweifeln mit der Folge, dass wir gar nichts mehr erledigt bekommen und uns dabei schlecht fühlen. Oder wir können uns die Aufgaben ansehen und bewusst entscheiden, welche wir jetzt liegen lassen, um zumindest die übrigen erledigen zu können. Wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann, ist die Gefahr dabei groß, dass man die bedient, die am lautesten schreien und am meisten drängeln und die stillen Freundlichen, die nie etwas sagen und für alles Verständnis haben, das Nachsehen haben. Deswegen ist es wichtig, klare Prioritäten zu setzen.</p><p>Damit sind natürlich zunächst fachliche Prioritäten gemeint: In unserem Fall also die Frage, wo dem Mandanten jetzt wirklich Schaden droht, wenn die Sache nicht bearbeitet wird und wo nur der Mandant vielleicht etwas lautstärker zum Ausdruck bringt als andere, dass der wichtigste und dringendste Fall der Welt natürlich sein eigener ist, weil es ja gar nicht anders sein kann.</p><p>Es sind aber auch persönliche Prioritäten gemeint: Wann sind Familie oder Freunde wichtiger als die Arbeit – wann aber eben auch nicht? Vielleicht muss man eine wirklich wichtige und dringende Aufgabe fertigmachen, bevor man einer Freundin in Not zur Hilfe eilen kann – aber eine weniger wichtige Aufgabe sollte vielleicht eben doch mal warten, weil die Freundin einen JETZT braucht und nicht erst dann, wenn alles andere erledigt ist – was sowieso nie der Fall sein wird.</p><p>Um solche Entscheidungen treffen zu können, ist es erforderlich, sich über seine eigenen Werte und die daraus folgen Prioritäten völlig im Klaren zu sein. Eine Klarheit, die im hektischen Alltag manchmal verloren geht. Und die dann dazu führt, falsche Prioritäten zu setzen und damit einhergehend auch möglicherweise falsche Signale auszusenden, die dazu führen können, dass vielleicht gerade der, der uns am Dringendsten braucht, sich nicht mehr traut nach uns zu rufen.</p><p>Ich schließe mich ganz bewusst nicht den Standardfloskeln an, dass man sich zu Weihnachten doch nicht nur um den Beruf, sondern auch um die Menschen kümmern und mal zur Ruhe kommen soll – zumal gerade der Vorweihnachtsstress jedes Jahr solche frommen Wünsche ad absurdum führt. Meine Empfehlung ist, die Zeit zwischen den Jahren zu nutzen, um für sich selbst zu reflektieren, was und auch wer einem individuell wirklich wichtig ist. Damit gerade dann, wenn es auch im kommenden Jahr wieder hektisch und vermeintlich zu viel wird, Sie eine klare und sichere Entscheidung treffen können, was sie jetzt erledigen können und wollen und was liegenbleiben darf und muss.</p><h2 class="fusion-responsive-typography-calculated" data-fontsize="28" data-lineheight="36.400002px"><em>Die Partner und Mitarbeitenden unserer Kanzlei wünschen Ihnen von Herzen Frohe Weihnachten und einen guten Start in ein erfolgreiches Jahr 2024.</em></h2><p><strong>Auch wir nutzen die Zeit zwischen den Jahren zur Reflektion, deswegen ist unsere Kanzlei vom 27. bis 29. Dezember 2023 geschlossen. Ab dem 02.01.2024 sind wir dann gerne wieder für Sie da.</strong></p>								</div>
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		<title>Wundertechnologien im Alltag</title>
		<link>https://www.kanzlei-offenburg.de/happy-birthday-grundgesetz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[flmdesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Apr 2023 13:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jetzt aber 75 Jahre Grundgesetz. Auch dazu schreiben natürlich schon viele und sehr viel illustrere Leute als wir. Gleichwohl bietet sich dieses Thema an, denn es hat mit unserer Arbeit natürlich unmittelbar zu tun. [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kanzlei-offenburg.de/happy-birthday-grundgesetz/">Wundertechnologien im Alltag</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kanzlei-offenburg.de">Kanzlei Offenburg</a>.</p>
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Wundertechnologien im Alltag</h1>				</div>
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										Autor: Dr. Oliver Schloz					</span>
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									<p>Die Welt hat ihr „next big thing“ oder um es auf gut badisch zu formulieren „neuen heißen Sch…“</p><p>Die Rede ist von Künstlicher Intelligenz, abgekürzt KI, die es zwar schon seit Jahrzehnten gibt, durch die Veröffentlichung von ChatGPT aber angeblich ihren „Iphone-Moment“ erlebt hat: Plötzlich ist die neue Technologie nicht nur in einer sehr benutzerfreundlichen Form für jede und jeden einfach verfügbar, sondern auch prominentes Thema in den Medien. Hauptsächlich geht es darum, wie KI die Arbeitswelt verändert, welche Jobs künftig wegfallen werden, welche ethischen und moralischen Fragen sich anschließen und wie man da ganze rechtlich regulieren kann, muss oder sollte.</p><p>Ich habe mir auch einen Account bei ChatGPT zugelegt und verschiedene Dinge mal ausprobiert. Und natürlich finde ich es faszinierend, wenn ich eine Frage stelle und vor meinem Auge sich in klarem, flüssigen und gut verständlichen Deutsch die Antwort aufbaut. So eine ähnliche Faszination habe ich schon mal erlebt, als ich bereits in den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts erstmals mit Spracherkennung experimentiert habe: Natürlich war es faszinierend, in ein Mikrofon zu sprechen und dabei zuzusehen, wie der Computer die gesprochenen Worte und Sätze zu Papier bringt.</p><p>Seitdem habe ich mehrfach versucht, Spracherkennung in meinem Kanzlei-Alltag einzuführen. In keinem einzigen Fall war ich mit dem Ergebnis zufrieden. Der Grund war jedes Mal, dass so faszinierend das magische Erscheinen von Wörtern und Sätzen auf einem Bildschirm auch wirkt, so enttäuschend die Ergebnisse im Detail waren: Wörter werden falsch geschrieben und Silben verschluckt. In den Anfängen war das noch sehr offensichtlich – man konnte es dadurch zwar leicht erkennen und korrigieren, aber ein Zeitgewinn oder die Möglichkeit zur Personaleinsparung ergab sich aufgrund des immensen Korrekturbedarfes nicht.</p><p>Meine Hoffnung war, dass sich dies mit fortschreitender Verbesserung der Technik verändern würde. Es veränderte sich auch – leider wurde die praktische Nutzbarkeit dadurch für mich noch weiter eingeschränkt. Denn je weniger offensichtlich die immer noch vorhandenen Fehler waren, desto größer wurde die Gefahr, dass sinnentstellende Fehler übersehen werden konnten. Und selbst wenn verschluckte Silben oder falsche Schreibweisen bei phonetisch ähnlich klingenden Wörtern nicht zu sinnentstellenden Fehlern führen, so dann doch beim Leser zum Eindruck, dass sich hier jemand bei Abfassung und Korrektur seiner Texte nicht hinreichend Mühe gibt.</p><p>So etwas mag für einen Produktionsbetrieb akzeptabel sein – dessen Kunden interessiert nicht, ob die Geschäftsbriefe präzise und fehlerfrei formuliert sind, sondern dass die Produkte präzise und fehlerfrei hergestellt und ausgeliefert werden. Unser Produkt ist aber ganz wesentlich das geschriebene Wort, und unserem Anspruch, den wir daran stellen und den unsere Mandaten zu Recht erwarten können, genügt das, was gängige Spracherkennungssyteme derzeit produzieren, noch nicht. Der Kontrollaufwand ist so hoch und verlangt ein Maß an Konzentration, dass es für die Sekretariate schneller und einfacher ist, von vornherein Sprachdiktate selbst zu schreiben als mit Spracherkennung erzeugte Dokumente Korrektur zu lesen.</p><p>In bestimmten Situationen nutze ich gleichwohl Spracherkennungssysteme: Nämlich wenn ich lange und komplexe Texten erstelle, in denen ich öfter Einschübe oder Umstellungen vornehme bzw. an mehreren Stellen gleichzeitig arbeite, weil sie aufeinander aufbauen. Dann ist es für mich wichtig, dass der Text, den ich diktiere, sofort in einem bearbeitbaren Dokument zur Verfügung steht, auch wenn er noch voller Erkennungsfehler steckt. In solchen Fällen kann und soll sich mein Sekretariat dann auch die Mühe machen, die so entstehenden Dokumente sorgfältig und damit aufwändig zu prüfen und zu korrigieren, auch wenn das anstrengender ist und länger dauert, als wenn es einfach einen von mir diktierten Text schreiben würde. Der Mehraufwand meines Sekretariates wird in diesem Falle mehr als kompensiert dadurch, dass ich von vornherein bessere Möglichkeiten habe, meinen Text zu strukturieren und weniger Korrekturschleifen brauche.</p><p>Die Frage ist also nicht, ob bestimmte Technologien Sinn machen. Die Frage ist, für wen und wofür sie Sinn machen und wie man sie dafür einsetzen muss. Sich das klarzumachen, ist ziemlich anstrengende Detailarbeit. Qualität im digitalen Zeitalter bedeutet aber, sich diese Arbeit zu machen, anstatt einfach unreflektiert die nächste Wundertechnologie einzusetzen.</p><p>Bezogen auf ChatGPT bedeutet das folgendes: juristische Gutachten, Verträge oder Schriftsätze, die man sich von ChatGPT erzeugen lässt, erscheinen beim ersten Durchlesen faszinierend. In den Details stecken sie jedoch voller Fehler. Es geht daher schneller und einfacher, sie komplett neu zu schreiben, als die Fehler im von ChatGPT erzeugten Dokument zu korrigieren.</p><p>Allerdings kann natürlich ein von ChatGPT erzeugtes Dokument wertvolle Anregungen liefern. Das liegt gerade am Wesen künstlicher Intelligenz, die ja Kreativität nur vortäuscht, in Wahrheit aber nur Wörter und Sätze aneinanderreiht, die in den Dokumenten, mit denen sie trainiert wurde, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit aufeinander folgen. Deswegen aber kann sie viel schneller und umfassender feststellen, welche Aspekte eines Themas diejenigen, die darüber schreiben, häufig beschäftigen. Je nach Umfang und Qualität der Trainingsdokumente mag es sein, dass dabei Aspekte erkannt werden, die in gängigen Musterformularen oder Kommentierungen noch zu kurz kommen. Die inhaltlichen Ausführungen von ChatGPT zu diesen Aspekten sind aber nach meinen Erfahrungen jedenfalls derzeit noch zu oberflächlich und fehlerhaft, um überhaupt berücksichtigt werden zu können.</p><p>Was haben also ChatGPT und Sprecherkennungsprogramme gemeinsam? Die Faszination der Technik suggeriert eine Qualität des Ergebnisses, die tatsächlich nicht vorhanden ist. Während man bei Spracherkennungsprogrammen aber zumindest weiß, was man diktiert hat und daher zwar mühsam und aufwändig, aber immerhin das Ergebnis kontrollieren kann, ist dies bei ChatGPT ohne tiefgreifende Fachkenntnisse von der jeweiligen Materie nicht möglich.</p><p>Deswegen ersetzt ChatGPT keine Jurist:innen. Ganz im Gegenteil werden die Anforderungen an juristische Arbeit steigen, um ChatGPT oder ähnliche Systeme sinnvoll einsetzen zu können. Wahrscheinlich werden jedoch Rechtstreitigkeiten zunehmen, weil Laien, die Zeit und Geld sparen wollten, sich ihre Verträge von ChatGPT haben erstellen lassen und dann im Streitfall merken, dass es aufwändiger und teurer wird, diese Verträge zu interpretieren und die Ergebnisse dann oft nicht die gewünschten sind.</p><p>Deswegen gilt nach wie vor der gute Rat: Vertragsmuster lädt man nicht im Internet herunter und lässt sie nicht durch ChatGPT erzeugen. Wenn es wirklich um etwas geht, beauftragt man eine fähige Anwältin bzw. einen fähigen Anwalt. Sie oder er benutzt natürlich auch Muster und in manchen Fällen inzwischen auch ChatGPT – aber sie oder er kann die Substanz einschätzen, an die tatsächlichen Gegebenheiten anpassen und die richtige Anwendung erklären. Ohne diese Beratung ist jedes Muster wertlos – egal woher es letztlich stammt.</p>								</div>
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		<title>Zenturio Absolutus und die Kunst des Möglichen</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Aug 2022 07:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich liebe Asterix-Hefte – zumindest die alten, für die René Goscinny noch die Texte geschrieben hat. Den hintergründigen Humor habe ich als Kind natürlich noch nicht verstanden, inzwischen ziehe ich daraus viele Lebensweisheiten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kanzlei-offenburg.de/zenturio-absolutus-und-die-kunst-des-moeglichen/">Zenturio Absolutus und die Kunst des Möglichen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kanzlei-offenburg.de">Kanzlei Offenburg</a>.</p>
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Zenturio Absolutus und die Kunst des Möglichen</h1>				</div>
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										Autor: Dr. Oliver Schloz					</span>
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									<p>Ich liebe Asterix-Hefte – zumindest die alten, für die René Goscinny noch die Texte geschrieben hat. Den hintergründigen Humor habe ich als Kind natürlich noch nicht verstanden, inzwischen ziehe ich daraus viele Lebensweisheiten.</p><p>Viel lernen kann man zum Beispiel von der Figur des Zenturios Absolutus aus dem auch ansonsten genialen Band „Obelix GmbH &amp; Co KG“. Gerne hätte ich diesen Beitrag mit einem Bild von ihm versehen, aus urheberrechtlichen Gründen ist dies aber natürlich nicht möglich.</p><p>Zenturio Absolutus hat seinen ersten Auftritt als schneidiger neuer Militär-Kommandant, der aus Rom in die gallische Provinz kommt, um endlich mit den unbeugsamen Galliern aus dem Dorf von Asterix und Kollegen aufzuräumen, die sein Vorgänger desinteressiert hat gewähren lassen. Für den Leser vorhersehbar bekommt er bei dem Versuch genauso wie alle seine Vorgänger mächtig eines auf die Schnauze. Daraufhin beschließt Zenturio Absolutus, das Thema künftig genauso wie sein Vorgänger einfach links liegen zu lassen.</p><p>Jetzt will ich natürlich auf keinen Fall empfehlen, ein wichtiges Thema einfach nicht mehr zu bearbeiten. Wenn aber irgendetwas schon lange liegt, ist es sehr wohl nicht nur sinnvoll, sondern wie ich meine zwingend erforderlich, sich mal ein paar Fragen zu stellen:</p><ol><li>Ist dieses Thema wirklich wichtig und muss es zwingend erledigt werden, oder kann man es nicht genauso gut weiter ignorieren?</li><li>Waren die Menschen, die sich vorher mehr oder weniger intensiv damit befasst haben, wirklich zu dumm oder zu faul, das Thema zu lösen oder woran sind sie gescheitert?</li><li>Was kann ich anders machen als diejenigen, die vorher an dem Thema gescheitert sind?</li><li>Warum glaube ich, dass dieser neue Ansatz jetzt das schafft, was vorher nicht gegangen ist?</li><li>Und schlussendlich: Stehen Aufwand und Ergebnis in einem vernünftigen Verhältnis zueinander?</li></ol><p>Insbesondere die letztere Frage ist der tiefere Sinn des Sprichwortes: „Der Klügere gibt nach“. Dabei geht es nämlich keineswegs darum, den Dummen die Weltherrschaft zu überlassen. In Wirklichkeit geht es um die Abwägung, wann der Aufwand, für das aus eigener Sicht „richtige“ Ergebnis zu kämpfen noch in einem angemessenen Verhältnis zu diesem Ergebnis steht oder ob es letztlich nicht besser ist, das nach der eigenen Wahrnehmung „falsche“ Ergebnis hinzunehmen, anstatt sich für die eigenen Vorstellungen von dem, was „richtig“ ist, bis zur Erschöpfung aufzureiben.</p><p>Dieselbe Thematik beschreibt letztendlich das vom US-amerikanischen Theologen Reinhold Niebuhr verfasste Gebet, dessen deutsche Übersetzung lautet:</p><p><em>„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“</em></p><p>Als Anwälte spielen wir zwar nicht Gott, aber sehen es sehr wohl als unsere Aufgabe, unseren Mandanten genau dabei zu helfen, damit sie nicht allein auf göttliche Eingebung angewiesen sind. Manchmal kann es zwar durchaus sinnvoll und geboten sein, 2.000 Euro auszugeben, um 500 Euro zu sparen – nämlich immer dann, wenn es in Wahrheit gar nicht um Geld, sondern ein übergeordnetes Ziel geht. Gerade dann stellt sich allerdings die Frage, wie wichtig einem dieses Ziel ist und ob man ihm tatsächlich dadurch näher kommt, dass man mit einem Vielfachen des Aufwandes um 500 Euro kämpft.</p><p>Wir helfen unseren Mandanten dabei, in diesen Fällen eine bewusste Entscheidung zu treffen. Und eben nicht davon überrascht zu werden, wenn es vor Gericht dann nicht so läuft wie erwartet. Wir klären zusammen mit unseren Mandanten, was realistischerweise erwartet werden kann und wie man dieses Ziel erreichen kann. Und oftmals erreicht man eben mehr, wenn man sich von vornherein zwar niedrigere Ziele steckt, diese aber wirklich konsequent verfolgt, als an zu hohen Zielen gnadenlos zu scheitern.</p><p>Wenn Ihnen also in der Kneipe beim Bier jemand erzählt, dass es angeblich „keine Gerechtigkeit mehr gibt“ und ihn ein „unfähiger Richter“ zu einem „miserablen Vergleich“ gezwungen hat, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass nicht der Richter, sondern der Anwalt Ihres Gesprächspartners unfähig war. Nicht unbedingt, weil er zu wenig herausgeholt hat, sondern weil er es versäumt hat, mit seinem Mandanten zu besprechen, was realistisch ist und wie man dahin kommt. Zumindest nicht in einer Art und Weise, dass dieser Mandant es verstanden hat. Deswegen kommt er das nächste Mal besser gleich zu uns. Und Sie natürlich auch.</p>								</div>
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